Vorstellungsgespräch per Telefon

Vorstellungsgespräch

Telefoninterview

Telefonische Vorstellungsgespräche sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Sie ermöglichen es den Unternehmen, zu vergleichsweise geringen Kosten eine Vorauswahl unter den Bewerbern zu treffen. Telefoninterviews sind demnach kein Ersatz für das persönliche Bewerbungsgespräch. Vielmehr handelt es sich um einen vorgelagerten Bestandteil des Personalauswahlprozesses. Dieser unterstützt den Personaler dabei, aus der Vielzahl der geprüften und für gut befundenen Bewerbungen geeignete Kandidaten herauszufiltern, die schließlich zu einem persönlichen Gespräch oder zum Assessmentcenter eingeladen werden sollen.

Mit einem Telefoninterview spart das Unternehmen Zeit und Kosten. Denn ein Telefonat bindet weniger Ressourcen als ein persönliches Gespräch und vermeidet Reisekosten. Gerade bei komplexen Bewerbungsverfahren für höhere Positionen kann das Interview vor Ort durchaus zwei Stunden oder länger dauern. Im Idealfall sollten daher nur die Kandidaten eingeladen werden, die erfolgversprechend sind. In einem telefonischen Vorstellungsgespräch wird vorab entsprechend geprüft, ob der Bewerber überhaupt zum Unternehmen und zur ausgeschrieben Stelle passt.

Telefoninterview von kurz bis ausführlich

Die Länge und die Inhalte des Telefonats können dabei variieren. Manche Unternehmen nutzen das telefonische Vorstellungsgespräch, um in der Bewerbung fehlende Daten und Fakten abzufragen, so z.B. die Gehaltsvorstellung oder den frühestmöglichen Eintrittstermin. Oder sie möchten den Lebenslauf verifizieren. Andere Unternehmen führen längere Telefongespräche durch, um den Bewerber näher kennenzulernen. Diese Telefonate ähneln inhaltlich dem persönlichen Vorstellungsgespräch. Der Bewerber wird auf seine Stärken und Schwächen hin analysiert, sein Charakter und seine Kommunikationsfähigkeit werden geprüft. Ob kurzer Faktencheck oder intensives Telefonat, beide Instrumente helfen dem Personaler, den Kandidaten besser einzuschätzen und zu entscheiden, ob dieser im Bewerbungsverfahren weiter berücksichtigt wird und zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Telefoninterviews erweisen sich auch dann als nützlich, wenn mehrere Personen im Unternehmen den Kandidaten kennenlernen möchten. So kann das erste Vorstellungsgespräch in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren z.B. vom HR-Manager telefonisch durchgeführt werden. Er weiß aufgrund seiner Routine schnell einzuschätzen, ob der Bewerber grundsätzlich geeignet ist. Dem darauf folgenden persönlichen Interview möchten vielleicht noch der Leiter der Fachabteilung oder der Firmenchef beiwohnen, die aufgrund ihrer vielfältigen fachlichen oder strategischen Aufgaben naturgemäß weniger Zeit für ein Vorstellungsgespräch mitbringen. Wenn seitens des Unternehmens mehrere Personen am telefonischen Bewerbungsgespräch teilnehmen möchten, bietet sich die Telefonkonferenz als praktikable Lösung an. So können beispielsweise Entscheider aus verschiedenen Firmenstandorten den Kandidaten gleichzeitig kennenlernen, ohne dass Reisezeiten und -kosten für sie anfallen.

Für nervöse Kandidaten von Vorteil

Auch aus Bewerbersicht bietet das telefonische Interview Vorteile. Ebenso wie das Unternehmen hat auch der Kandidat die Möglichkeit zu prüfen, ob er/sie und das Unternehmen grundsätzlich zusammenpassen. Sollte dies nicht der Fall sein, bleibt ihm/ihr die Reise zum Vorstellungsgespräch erspart, die gegebenenfalls quer durch die Republik geführt hätte. Hinzu kommt, dass unsichere Bewerber im telefonischen Vorstellungsgespräch manch nervöse Geste verstecken können. Vielleicht fühlen sie sich im heimischen Wohnzimmer außerdem wohler und präsentieren sich daher selbstsicherer. Aber Vorsicht: Auch in den eigenen vier Wänden sollte die Professionalität gewahrt werden. Es wird gemeinhin dazu geraten, ein Bewerbungsoutfit zu tragen und den Gesprächspartner anzulächeln, auch wenn dieser es gar nicht sehen kann. Denn die persönliche Einstellung zum Gespräch wird nicht nur visuell, sondern auch über die Stimme und die gewählten Worte übertragen.

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