Internet of Things: Chancen und Risiken

Internet of Things

Internet of Things – eine Zukunftsvision?

Internet of Things, kurz IoT, klingt wie eine Zukunftsversion. Schaut man jedoch genauer hin, zeigt sich, dass wir von dieser Zukunft gar nicht mehr so weit entfernt sind.  Das Internet der Dinge beschreibt die Vernetzung und Kommunikation von Geräten über das Internet. Das Besondere daran: Die intelligenten Geräte kommunizieren selbstständig miteinander, eine aktive Steuerung durch den Menschen, z.B. per Computer oder Smartphone, ist nicht mehr notwendig. Die Maschinen sammeln Daten eigenständig und speichern sie direkt oder in einer Cloud. Andere Geräte wiederum greifen auf diese Daten zu und verarbeiten sie. So erkennt beispielsweise das Heizungssystem über eine Smartphone-App, wenn der Bewohner das Haus verlässt und dreht das Thermostat automatisch nach unten.

Ökonomisches Potenzial

Das Internet of Things verspricht enorme Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen in der Industrie. Die Fraunhofer-Gesellschaft beschäftigt sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit den Potenzialen des IoT und forscht in diesem Bereich. Insbesondere in der Logistik wird dem IoT große Bedeutung zugemessen. Durch mit Sensoren ausgestattete Behälter, intelligente Regale und Transportsysteme sollen Waren automatisiert ihren Weg durch die Lagerhallen, auf den LKW, in den Container bis hin zum Zielort finden. Auch im Bereich der Produktion schreitet die Digitalisierung voran. Eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey schätzt das wirtschaftliche Potenzial des Internet of Things im produzierenden Sektor im Jahr 2025 auf weltweit 3,7 Billionen Dollar.
Doch nicht nur in der Industrie, auch im privaten Bereich soll das Internet der Dinge den Menschen künftig unterstützen. Smart Home – also die Vernetzung elektrischer Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Beleuchtung oder Heizsystem – ist ein Beispiel dafür. Schon heute gibt es zahlreiche Produkte auf dem noch jungen, wachsenden Markt. Nicht nur Start-ups, auch große Energiekonzerne und Telekommunikationsunternehmen springen auf und entwickeln eigene Smart-Home-Lösungen. Potenzial bietet das Internet der Dinge auch im Gesundheitssektor. So können die Gesundheitsdaten chronisch Kranker oder die Bewegungen älterer Menschen automatisiert erfasst und ausgewertet werden, was im Notfall Leben retten kann.

Chancen und Risiken

Doch das Internet of Things birgt neben den vielen Möglichkeiten auch Gefahren. Denn mit der neuen Technologie werden riesige Datenmengen gespeichert und übertragen. Dem Datenschutz kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu. Daten müssen gegen Hackerangriffe und damit gegen Einflussnahme von außen geschützt werden. Außerdem gilt es sinnvolle Regelungen zu treffen, welche Daten welcher Stelle verfügbar gemacht und miteinander in Verbindung gebracht werden dürfen. Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich aus der fehlenden Kompatibilität der einzelnen Geräte, da die zugrundeliegende Technik von unterschiedlichen Firmen entwickelt wird. Die Lösung liegt in der Einführung herstellerübergreifender Standards, die die Kommunikation fremder Geräte untereinander ermöglichen sollen.
Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken an selbstfahrende Autos oder eigenständig agierende Kühlschränke anfreunden. Doch die Technik schreitet voran. Inwiefern diese den Menschen unterstützt oder eher ersetzt, welche intelligenten Geräte sich durchsetzen können und künftig fester Bestandteil unseres Alltags sein werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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